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Ozapft werd!

Kraftmenschen, Gaudiburschen und kesse Weibsbilder

Was?

Stadtrundgang zur Einstimmung auf die Wiesn 2022

Wann? /Wo?

10. Sept. 2022, 11 Uhr
Maibaum auf dem Viktualienmarkt

Sprache

Deutsch
Bairisch

Dauer / Preise

2 Stunden
14 € (Erwachsene)
12 € (ermäßigt)
7 € (Kinder)
220 € (Gruppe)

Ozapft werd!

Kraftmenschen, Gaudiburschen und kesse Weibsbilder

Einstimmung auf die Wiesn

Wir stimmen uns ein!

Die letzte Wiesn fand 2019 statt. In den Jahren danach wurde sie wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Eine einschneidende Erfahrung für die Münchner und alle Fans des Oktoberfests, das seit 1949 ununterbrochen stattgefunden hat. Auch nach dem Terror-Anschlag 1980 wurde die Wiesn lediglich für einen Tag unterbrochen. Wie wird die Entscheidung für 2022 ausfallen? Die Verantwortung ist groß, denn in der Regel besuchen bis zu sechs Millionen Menschen die Wiesn und verwandeln sie in einen Münchner Ausnahmezustand.

Der Einzug der Wiesn-Wirte

 

Der Einzug der Wiesn-Wirte ist die Auftaktveranstaltung des Oktoberfests. Er erfolgt am ersten Tag und endet im Zelt der Familie Schottenhamel. Sie stellten einst das erste Festzelt zur Bewirtung der Gäste auf. In der "Anstich-Boxe" zapft traditionell der Münchner Oberbürgermeister das erste Bierfassl an.

 

Der erste Wiesn-Einzug fand 1879 statt und wurde zu seiner Zeit als grober Unfug eingestuft und mit einer Geldstrafe geahndet worden. Der Steyrer Hans hatte ihn veranstaltet und war in einem festlich geschmückten Wagen vierspännig von seiner Wirtschaft in der Tegernseer Landstraße zu seiner Wirtsbude auf dem Oktoberfest gefahren. Mit im Gefolge seine Schenkkellner, Kellnerinnen und Köchinnen. Er wollte sich nicht vorschreiben lassen, wie er sich auf die Wiesn zu begeben habe. Bis sich seine Idee als Tradition durchgesetzt hatte, sollte es bis 1925 dauern.

 

Der Trachten- und Schützenzug

 

Der Trachten- und Schützenzug findet immer einen Tag dem Einzug der Wiesn-Wirte statt. Sollte es 2022 wieder eine Wiesn geben, dann merken Sie sich den 18. September vor. An diesem Tag werden die Teilnehmer vom Maxmonument zur Theresienwiese marschieren.

 

Das erste Mal fand ein Trachtenzug 1835 zur Silberhochzeit König Ludwigs I. und Königin Thereses statt. Trachten als überlieferte, traditionelle Kleidungsstücke einer bestimmten Landschaft definieren Zugehörigkeit. Das moderne Bayern brauchte dieses Bekenntnis, da es mit der Gründung des Königsreichs Bayern unter Eingliederung von Bayerisch-Schwaben und Franken entstand. Dies war die politische Voraussetzung dafür, dass man im 19. Jahrhundert aufzuschreiben begann, wie die Bevölkerung in den unterschiedlichen bayerischen Landstrichen lebte, sich kleidete usw. In dieser Zeit entstand auch das Gwand, die Münchner Tracht.

 

Die Oide Wiesn

 

Zur 200-Jahr-Feier des Oktoberfests wurde 2010 eine neue Tradition begründet: die historische Wiesn unter dem Namen "Oide Wiesn". Die Begeisterung der Einheimischen an diesem "Volksfest im Volksfest" ist ein großes Bekenntnis dazu, dass gute Volksfestunterhaltung mehr ist als ein großes Besäufnis. Die Oide Wiesn hat das Oktoberfest um eine Attraktion bereichert: In den Festzelten darf zu Volksmusik getanzt und gesungen werden. Dafür werden zusätzliche Festzelte aufgestellt: In der "Schützenliesl" treffen sich die Volkssänger, die auch im "Herzkasperlzelt" auftreten, das vom Inhaber der legendären Münchner Wirtschaft Fraunhofer betrieben wird.

Nach zweijähriger Pause wollen wir uns mit diesem Stadtspaziergang auf die Wiesn einstimmen!

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Zahlen, Daten, Fakten zur Wiesn sind mit dabei, sind aber nicht alles. Treffen Sie menschliche Originale und ihre schlitzohrigen Ideen. Danach sind Sie fit für einen Oktoberfest-Besuch und können sich selbstständig auf die Suche nach den Wiesn-Originalen des Jahres 2022 machen.

Auf geht's!

Nach zweijähriger Pause, heißt es wieder "Ozapft is!"

In der 200-jährigen Geschichte des Oktoberfestes gab es mehr als 20 Absagen wegen Kriegen und epidemischen Krankheiten. Letztere hießen im 19. Jahrhundert Cholera. Wegen der Cholera wurde 1854 das Oktoberfest abgesagt und forderte auch noch ihr prominentestes Opfer: Königin Therese. Ausgerechnet Therese! Ihre Hochzeit mit Kronprinz Ludwig von Bayern 1810 war mit einem Pferderennen gefeiert worden. Dieses fand auf einer Wiese vor den Toren der Stadt statt, welche Therese zu ehren in "Theresienwiese", kurz "Wiesn", umbenannt wurde. Bis heute findet das Oktoberfest dort statt.

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