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Raubritter, Pedalritter und jede Menge Gaudi!

Stadtrundgang zu den Freizeitvergnügen von anno dazumal.

Was?

Stadtrundgang 

Wann? / Wo?

ab Juli 2022
Karlstor

Sprache

Deutsch
Bairisch

Dauer / Preise

2 Stunden
14 € (Erwachsene)
12 € (ermäßigt)
7 € (Kinder)
220 € (Gruppe)

Raubritter, Pedalritter und jede Menge Gaudi!

Stadtrundgang zu den Freizeitvergnügen von anno dazumal.

„Raubritter vor München!“ hieß es vor hundert Jahren auf der Bühne der Münchner Kammerspiele. Den Zuschauer*innen wehte „verblichener Duft von Bänkelsang und Leierkasten, von Wander- und Kasperlbühne, von Karussell und Panoptikum, von Bilder- und Märchenbuch, Struwwelpeter und Hans-Guck-in-die-Luft“ entgegen... Sagen Ihnen diese Vergnügen noch etwas? Karl Valentin und Liesl Karlstadt schufen mit dieser historischen Gaudi einen der Höhepunkte der damaligen Freizeitkultur.

Freizeit ist heute selbstverständlich. Moderne Arbeitgeber sind attraktiv, wenn sie gleitende Arbeitszeit, Überstundenausgleich oder Vertrauensarbeitszeit anbieten. Seit wann gibt es Freizeit für arbeitende Menschen? Sie war fester Bestandteil des Stadtlebens, als die „Raubritter vor München“ 1924 aufgeführt wurden. 

 

Um mehr über die Anfänge der modernen Freizeit zu erfahren, gehen wir zurück ins 19. Jahrhundert. Damals entstand mit den Volkssänger*innen das erste massentaugliche Unterhaltungsangebot in der Stadt. Mehr als 2.000 Münchner Gaststätten konkurrierten um Gäste und stellten Brettlbühnen für eine Gaudi zur Verfügung. Meine Oma und ihr Vater bevorzugten übrigens die Lichtspielhäuser, in die sie in den 1920er-Jahren so oft wie möglich gingen.

Wir lernen auch die Vorläufer der heutigen Bodybuilder kennen, die damals noch in Gaststätten ihre Muskeln spielen ließen. Die Sommerfrische brachte Touristen in die Berge, wohin auch die ersten Hobbybergsteiger*innen fuhren, die sich im Alpenverein organisierten. Mit dem Dampfross ging's Richtung Berge. Dies vermochten auch die Besitzer der neuen Stahlrösser, die als Pedalritter den höchsten Gipfeln entgegen strampelten. Und auf den Wiesen in der Stadt wurde Fußball nach englischem Vorbild gespielt... Wissen Sie, wo das erste Fußballstadion stand? 

Lassen Sie uns den Freizeitvergnügen von anno dazumal auf die Spur kommen. Uns erwarten Gaudiburschen und kesse Weibsbilder, starke Männer und sportliche Mitbürger*innen. Damals wurde noch Münchnerisch gesprochen, auch in den besseren Kreisen! Wir entdecken neben der Stadtgeschichte auch Sprachgeschichte und erweitern unseren Wortschatz vom Böfflamot über das Irxenschmoiz hin zur Equipage und zum Potschamperl! Sie sind herzlich eingeladen, dabei mitzumachen. Wir entdecken dabei auch, dass einige der Freizeitbeschäftigungen von anno dazumal keineswegs von gestern, sondern auch heute noch modern sind! 

Die Führung ist geeignet für kleine, größere und ganz große Menschen gleichermaßen.

Übrigens…

...haben die "Die Raubritter vor München" auch heute noch eine treue Fangemeinde! Hermann Hesse bezeichnete das Stück als "außerordentliche Viecherei" und Thomas Mann konnte den Dialog zwischen dem Bene (Karl Valentin) und dem Michl (Liesl Karlstadt) auswendig aufsagen. Und der geht so: 

 

  • Bene: Raubritter gibts ja gar keine mehr. Keine Raubritter gibts, kein Osterhasen, kein Christkindl und kein Storch.

  • Michl: Ja, des weiß ich auch!

  • Bene: Ja, böse Menschen gibts, die wo andere überfallen, des san d'Raubritter.

  • Michl: Bene sag amal, wenns solchene Raubritter geben tät, tatst du dich dann fürchten?

  • Bene: Ich – fürchten? Ich net – ausgeschlossen! Außerdem sie täten kommen, dann schon!

Am Valentinbrunnen
Am Valentinbrunnen

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Sie war...
Sie war...

...die Schönheitskönigin von Schneitzlreuth und besang München im Isarmärchen!

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Hat er die richtige Einstellung?
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Am Valentinbrunnen
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