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Als es prächtig wurde in München!

Zu Besuch in der Residenz

Was?

Schlossführung (Residenz)
 

Wann? / Wo?

ab Juli 2022
Max-Joseph-Platz
Residenzmodell

Sprache

Deutsch
Bairisch

Dauer / Preise

2 Stunden
16 € / 12 € (ermäßigt)
8 € (Kinder)

Als es prächtig wurde in München!

Zu Besuch in der Residenz

"Die Braut traf mit einer Kavalkade von tausend Teilnehmern unter den Salutschüs­sen von den Fes­tungswerken in der Residenz ein."

Wer war die Braut, die mit großem Gefolge in München eintraf? Die Rede ist von Henriette Adelaide von Savoyen, die 1652 in München ankam. Sie war bereits zwei Jahre vorher in Turin mit dem bayerischen Thronfolger in einer Art Ferntrauung verheiratet worden. Nun sollte sie endlich ihren Gatten kennen lernen. Dieser war mittlerweile kein Thronfolger mehr, sondern Kurfürst von Bayern! Merken Sie etwas? Wer so verheiratet wird, besiegelt keine persönliche Leidenschaft, sondern erfüllt einen politischen Vertrag. 

 

Henriette Adelaide heiratete zu einer Zeit nach Bayern, als die Residenz in München bereits ein repräsentatives Stadtschloss geworden war. Dies hatte einiges an Aufwand gekostet und entsprang seit dem 16. Jahrhundert dem wachsenden Repräsentationsbedürfnis der bayerischen Herrscher. Sie wollten nicht hinter anderen Renaissancefürsten zurückstehen. Besonders Herzog Albrecht V. hatte damals den Standard dafür gesetzt, wie ein Herrscher seine Gäste beeindrucken sollte! Das wollen wir uns anschauen! Dazu besuchen wir die Residenz, wo die bayerischen Herrscher gewohnt, regiert und ihre Gäste empfangen haben. Dort wollen wir der Pracht und Eleganz auf die Spur kommen! 

 

In herrschaftlicher Kulisse spüren wir den Bewohner*innen nach, die bis heute für eine Geschichte gut sind und entdecken so vergangene Zeiten. Folgende Herrscher haben bereits den Gästezimmertrakt der Residenz für unseren Besuch herrichten lassen:

  • Kurfürst Maximilian der Eiserne,

  • Kurfürst Max Emanuel, der "blaue König",

  • König Ludwig I., der München zur Hauptstadt eines Königreichs ausbaute, wovon die Stadt bis heute profitiert.

Und die Herrscherinnen? Sie sind der Trumpf, den ich im Ärmel behalte, damit ich Sie während unserer Führung noch überraschen kann. Wir werden auf jeden Fall Henriette Adelaide wieder begegnen, die einst so prachtvoll begleitet in München ankam. Bis dahin bitte ich Sie zu "antichambrieren", sprich zu warten und sich in Geduld zu üben, bis wir uns sehen. Ich garantiere Ihnen, dass es mehrere rote Fäden gibt, denen wir vom 16. bis zum 20. Jahrhundert folgen können, ohne dass wir Durchblick und Freude verlieren!

"Der bayerische Pracht" wurde sprichwörtlich durch...

...Albrecht V. Er war von 1550 bis 1579 Herzog von Bayern. Unter ihm erblühte München als Renaissancestadt. Er sammelte eifrig alles, was seine Kunst- und Wunderkammer bereicherte. Darunter befanden sich auch einige sehr exotische Stücke, wie der ausgestopfte Elefant Soliman! 

Albrechts Wissbegierde schweifte nicht nur in die Ferne, sondern konzentrierte sich auch auf sein Herzogtum. Er wollte wissen, wo sich die Dörfer und Städte befanden und ließ sie auf Karten einzeichnen. Diese fertigte der Mathematiker Philipp Apian an, der dafür Bayern vermaß. Das machte er so gut, dass sogar noch Napoleon die "Bairischen Landtafeln" zur Orientierung nutzte. Zu dieser mathematisch-naturwissenschaftlichen Neugierde Albrechts passt auch, dass er die bayerischen Residenzstädte (München, Landshut, Burghausen, Ingolstadt, Straubing) modellieren ließ. Die Stadtmodelle wurden von Jakob Sandtner aus Straubing angefertigt und befinden sich heute im Bayerischen Nationalmuseum.

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Albrecht V. und die bayerische Pracht zur Einstimmung!
Antiquarium, größter
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Anna von Österreich,
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Albrecht V. und
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Albrecht als
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München in den Bairischen Landtafeln
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