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Kiche und Wirtshaus!

Lernen Sie zwei Münchner Wahrzeichen näher kennen

Was?

Stadtrundgang mit
Besuch der Frauenkirche und des Hofbräuhauses

Wann? / Wo?

1. Juli 2022, 17:15 Uhr
Marienplatz Fischbrunnen

Sprache

Deutsch
Bairisch

Dauer / Preis

2 Stunden
14 € (Erwachsene)
12 € (ermäßigt)

7 € (Kinder)
220 € (Gruppe)

Kirche und Wirtshaus!

Lernen Sie zwei Münchner Wahrzeichen näher kennen

„Die Karwoche ist vorbei mit ihren Trauermetten und Bußpredigten, mit ihren Fastta­gen und Fisch­gerichten; man läutet die Auferstehung unsers Herrn mit allen Glocken ein zu Sankt Ludwig und Sankt Kajetan, im Damenstift und vom Dom unserer lieben Frau ... und in den Wirtshäusern hocken die Arbeiter, schimpfen auf die Feiertage, auf den Krieg, auf alles.“

Mit dieser Beschreibung kommt Leben in das Bild von „Kirche und Wirtshaus“ und so hat es einst Lena Christ in der „Rumplhanni“ geschildert. Kirche und Wirtshaus gehören in Bayern zusammen, so heißt es. In der Dorfmitte standen traditionell die Kirche mit Friedhof und das Wirtshaus. An diesen Orten fand Öffentlichkeit statt: man begegnete sich außer­halb des privaten Umfelds, lud zu Feiern ein, nahm an Beerdigungen und Hochzeiten teil und tausch­te Nachrichten aus.

 

Auf unserem Rundgang wollen wir zwei Münchner Wahrzeichen zusammenbringen: die Frauenkirche und das Hofbräuhaus! Die Frauenkirche passt ganz wunderbar zum Hofbräuhaus! Beide blicken auf mehr als 500 Jahre Geschichte zurück und wurden von den Wittelsbachern geprägt. Diese bemühten sich im aus­gehenden Mittelalter um eine Rangerhöhung der Frauenkirche, die eine ihrer Begräbnisstätten war. Im heute noch stehenden "Neubau" kommt dieser Anspruch zum Ausdruck:

 

Himmelwärts strebend und mit welschen Hauben bekrönt ist die Frauenkirche Münchens bekann­testes Wahrzeichen und steht als solches für alle Bürger, nicht nur für die Ka­tholiken.

 

Vor 200 Jahren wurden Frauenkirche und Hofbräuhaus zu den Institutionen, als die wir sie heute kennen: das Weiße Hofbräuhaus am Platzl veränderte sich vom Bräuhaus hin zur Gastwirtschaft und die Frauenkirche wurde von der Pfarr- und Stiftskirche zur Bischofskirche.

 

Wir beginnen bei der Frauenkirche und erkunden den Innenraum nach Spuren vergangenen gesellschaftlichen Lebens, das noch bis ins 20. Jahrhundert hinein eng mit dem religiösen Leben verknüpft war. Geschichten berichten davon, welche irdischen und überirdischen Kräfte beim Bau der Kirche be­teiligt waren. Der irdischen, städtischen Gesellschaft Münchens begegnen wir im Inneren der Kirche auf Schritt und Tritt: Herzö­gen, Stiftsherren, Pfarrern und Bischöfen, Bürgerinnen und Bürgern sowie den Zünften und Bruderschaften. Sie alle fei­erten ihre Messen in der Frauenkirche.

 

Wie können wir das Kirchenjahr und seine Feste mit dem leiblichen Wohl verbinden? Dies geht in der bairischen Sprache ganz einfach, indem man das Wort "Bier" im Lexikon nachschlägt. Es zeigt sich, dass das Bairische über 100 Wörter für Bier hat. Einige dieser Wortschöpfungen beziehen sich eindeutig auf die kirchlichen Feste, wie das Flohbier oder das Engeleinsbier. Die Liste lässt sich leicht fortsetzen. Und ein Noagerl schmeckt manchmal wie ein Plembl. Vielleicht können Sie auch etwas dazu beitragen!

 

Im Hofbräuhaus beschäftigen wir uns mit dem Aufstieg des Biers seit dem ausgehenden Mittelalter in München. Das Hofbräuhaus oder besser gesagt: die beiden Hofbrauhäuser hatten daran ihren Anteil. Zuerst kümmerte man sich um das Brauen von untergärigem Bier, das fand im Alten Hof statt. Dann holten sich die Wittelsbacher Herzöge das Monopol für das Weißbierbrauen zurück und errichteten das Weiße Hofbräuhaus am Platzl. So viel sei schon einmal verraten: Ohne brautechnische Hilfe von außerhalb der Stadt und sogar von außerhalb Bayerns wäre man in keinem der beiden Hofbrauhäuser so schnell erfolgreich gewesen!

 

Bevor wir uns ein Hofbräubier schmecken lassen, machen wir noch einen Rundgang durchs Haus. Das Hofbräuhaus verbindet in seiner Geschichte Tradition und Fortschritt und dies wollen wir vor Ort in Augenschein nehmen. Lassen Sie sich von mir als ehemaliger Gästebetreuerin des Hofbräuhauses an die Hand nehmen, die wichtigsten Räumlichkeiten zeigen und die passenden Geschichten aus der Geschichte des Hauses erzählen!

 

Nach der Führung haben wir auf mehr als 500 Jahre Geschichte geblickt und zwei der weltweit bekanntesten Münchner Wahrzeichen unter die Lupe genommen. Jetzt geht es auf einen Ratsch und zu einem Bier ins Hofbräu­haus!

Nach der Führung…

...wissen Sie, wie Kirche und Wirtshaus zusammenhängen und dass man traditionellerweise nach der Kirch' ins Wirtshaus geht.

Wir fangen bei der Kirche an und erfahren, dass die berühmte Frauenkirche so einige Beförderungen im Laufe der Jahrhunderte erlebte: Pfarrkirche, Hofkirche, Stiftskirche, Bischofskirche. Lassen Sie sich überraschen, welche Geschichten es hierzu zu erzählen gibt.

 

Nach der Kirch' geht's dann ins Wirtshaus! Nach einem Rundgang durchs Haus wissen Sie, dass drei legendäre Biersorten im Hofbräuhaus gebraut wurden und somit sind Sie bestens auf die Getränkekarte vorbereitet! Die Verbindung von Tradition und Fortschritt wird bis heute groß geschrieben. Hierzu gehört auch: Dass die Münch­ner seit einigen Jahren nicht nur zum Biertrinken ins Hofbräuhaus strömen. Seien Sie mein Gast und erfahren Sie, was es damit auf sich hat.

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