Ein Kurprinz für Bayern!

Ein Barockfürst für die Ewigkeit

Stadtrundgang zum 360. Geburtstag von Kurfürst Max Emanuel

Was?

Stadtführung

Wann? / Wo?

10. Juli 2022, 11 Uhr
Mariensäule

Sprache

Deutsch
Bairisch

Dauer / Preise

2 Stunden
14 € (Erwachsene)
12 € (ermäßigt
)
7 Euro (Kinder)
220 € (Gruppe)

Ein Kurprinz für Bayern!

Ein Barockfürst für die Ewigkeit

Stadtrundgang zum 360. Geburtstag von Kurfürst Max Emanuel

Am 11. Juli 2022 jährt sich der Geburtstag von Kurfürst Max Emanuel zum 360. Mal. Er verkörperte das Barockzeitalter wie kein anderer Fürst in Bayern. Als er 1662 auf die Welt kam, wurde dies überschwänglich gefeiert, in barocken Dimensionen. Es heißt, das Barockzeitalter und die bayerische Mentalität passen gut zusammen. Das Land Bayern und seine Bewohner*innen werden mit dieser Zeit identifiziert. Das ist doch ein guter Grund, sich näher mit dem Barockzeitalter zu befassen! Haben Sie Lust dem Barock und seinem legendären Vertreter auf die Spur zu kommen?

 

Maximilian Emanuel Ludwig Maria Joseph Kajetan Antonius Nikolaus Franziskus Ignatius Felix... als Kurprinz Max Emanuel 1662 auf die Welt kam, war der Dreißigjährige Krieg gerade mal 14 Jahre vorbei. Dieser Krieg war die große Katastrophe des 17. Jahrhunderts und hatte auch auf bayerischem Boden stattgefunden und dazu geführt, dass die beiden Residenzstädte München und Landshut eine Zeitlang von schwedischen Truppen besetzt waren. Im Vergleich zu vielen anderen bayerischen Städten und Dörfern kam München glimpflich davon. Bayern ging sogar mit Landgewinn aus dem Krieg hervor. Seit dieser Zeit wird die Muttergottes auf dem Marienplatz in München als Patrona Bavariae verehrt, als Schutzherrin Bayerns! Sie steht dort auf einer Rotmarmorsäule, die im Sockelbereich von vier bewaffneten Kinderengeln geschützt wird. Diese Putti sind bereits barock bewegt und kämpfen gegen die Übel der damaligen Zeit: Unglaube und Krieg und die Begleiterscheinungen Hunger und Pest! Dies waren nicht die einzigen Übel, die es damals in Bayern auszuhalten gab...

 

...Prinzen für das Kurfürstentum Bayern dringend gesucht!

Im 17. Jahrhundert stand die Erbfolge im Kurfürstentum Bayern mehrmals auf Messers Schneide. Das fing schon bei Maximilian I. an. Der Großvater Max Emanuels erreichte die Aufnahme Bayerns ins Kurfürstenkollegium, in dem er bei der Wahl zum deutschen König und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches mitwirkte. Kinder, die dieses prestigeträchtige Erbe hätten antreten können, waren nicht vorhanden. Und das in einer Zeit, als jahrzehntelang Krieg herrschte. Kurfürst Maximilian I. war einer der wenigen Fürsten, die diesen Dreißigjährigen Krieg überlebten! So erlebte er noch eine zweite Ehe und Vaterfreuden. Erst als er 63 Jahre alt war, wurde er Vater eines Sohnes! Dieser dringend erhoffte männliche Nachwuchs stellte sich ein, als er insgesamt bereits 41 Ehejahre hinter sich hatte! Dagegen nehmen sich die zehn Jahre, die sein Sohn Ferdinand Maria auf die Geburt Max Emanuels warten musste, als geringe Zeitspanne aus. Am Münchner Hof wurde das damals anders gesehen. Die Feierlichkeiten anlässlich der Geburt drückten die große Erleichterung darüber aus, dass ein Sohn auf die Welt gekommen war! Daraus wurde noch ein bisschen mehr...

...Eine Kirche und ein Schloss!

Religiosität gehörte in dieser Zeit zum Leben dazu, wie die Luft zum Atmen. Max Emanuels Mutter, die Kurfürstin Henriette Adelaide, stammte aus Savoyen und hatte von dort einen neuen Orden nach München mitgebracht: die Theatiner, aus deren Reihen auch ihr Beichtvater stammte. Aus Dankbarkeit für die Geburt ihres ersten Sohnes ließ sie ihnen eine Kirche bauen und löste damit das Gelübde ein, das sie einst eingegangen war, in der Hoffnung auf Nachwuchs. Mit der Votivkirche St. Kajetan wurde gezeigt, dass Gott die Erbfolge im Kurfürstentum Bayern erhalten hatte! Sie gilt als erste Barockkirche Altbayerns und überhaupt als eine der ersten, die nördlich der Alpen errichtet wurden. Als Vorbild gilt die Mutterkirche der Theatiner in Rom, Sant'Andrea della Valle. Römischer Hochbarock hatte Einzug in München gehalten!

Parallel dazu entstand im Westen vor der Stadt ein neues Sommerschloss, ein "Lusthauß Nymphenburg". Dieses wurde durch das Engagement Max Emanuels erst zu einer bedeutenden Schlossanlage mit ausgedehntem Park erweitert. Theatinerkirche und Schloss Nymphenburg prägen das Stadtbild Münchens bis heute.

​Lassen Sie uns mit Max Emanuel auf Entdeckungsreise in das München der Barockzeit gehen. Ich verspreche Ihnen, mit ihm wird es einem nie langweilig! In einem Rundgang durch die Münchner Altstadt erkunden wir, in was für eine Zeit Max Emanuel geboren wurde. Wir begeben uns auf seine Spuren und entdecken dabei auch seine Eltern und seinen legendären Großvater. Darüber hinaus sind Sie danach fit in europäischer Geschichte! Wir treten in das Zeitalter ein, in dem Großbritannien entsteht und ein Auge auf das Machtgleichgewicht auf dem Kontinent hat, also dort, wo wir heute leben. Das ist hochspannend! Auch aus bayerischer Perspektive. Denn nur so behielten die Wittelsbacher das Kurfürstentum Bayern. Wollen Sie mehr wissen?​

Nach der Führung sind Sie optimal vorbereitet auf einen Besuch der Schlösser Nymphenburg und Schleißheim!

 

Ich freue mich auf Sie!

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