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Bier auf bairisch! Taufe, Hochzeit, Arbeit und Tod – nicht ohne Bier!

Aktualisiert: 23. Dez. 2022

Der Kreislauf des Lebens findet seinen Ausdruck in zahlreichen Feiern. Die Menschen treffen sich in Kirche und Wirtshaus zu Taufe, Hochzeit und Beerdigung. Bierbegleitung war stets dabei! Auch im Arbeitsleben spielte sie eine Rolle. Bayern war lange ein agrarisch geprägtes Land, die körperliche Arbeit war schwer. War die Ernte eingebracht, war es Zeit, miteinander mit Bier anzustoßen.

Johann Georg von Dillis, Familie Dillis vor dem Forsthaus in Grüngiebing, um 1805/10, Bayerische Staatsgemäldesammlungen


Hochzeit:

  • Häftlein-, Haftlbier (wenn die Hochzeit ausgemacht war)

  • Stuhlfestbier (Umtrunk anlässlich des kirchlichen Aufgebots)

  • Kranzlbier (für die Brautjungfer)

  • Hochzeitbier (beim Hochzeitsmahl)

  • Abdank-/Odankbier (für alle, die das Brautpaar heimbegleiten)

  • Absingbier (beim Heimziehen wird gesungen, Hochzeiter zahlt dafür am nächsten Tag Bier)

Taufe:

  • Kindleinbier

Leichenschmaus:

  • Totenbier, Leichenbier

Arbeit:

  • Dreibier (Nachmittags um 3 Uhr als Brotzeitbier)

  • Ernte-, Arn-, Arntbier, Heubier, Holzbier (nach Abschluss der Ernte)

  • Mahdbier (leichtes Bier für die MäherInnen)

  • Dresch-, Drescher-, Drischelbier (nach Abschluss des Dreschens)

  • Firstbier (beim Richtfest)


Und des gibt's aa no:

  • Fliegenbier (zum Fliegenfangen aufgestelltes Bier)

  • Kostbier (für Schüler oder für die Bierprobe/Bierprüfer)

  • Auszugsbier (für Austrägler)



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