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Noch mehr Viechereien...

Aktualisiert: 20. Nov. 2022

...von Drachen, Panthern und Wolpertingern!



Siehst du den Drachen, der an der Fassade des Neuen Rathauses in München hängt? Du musst nach oben schauen und an den Ecken suchen. Dort hat er sich festgekrallt und verbreitet Angst und Schrecken. Wenn du ihn entdeckt hast, dann siehst du auch, dass es noch viel mehr zu entdecken gibt. Augen auf!


Die Geschichte vom Drachen, der ein Lindwurm ist.

Bei diesem Drachen, handelt es sich um einen Lindwurm. Wie du siehst, kommt kein Feuer aus seinem riesigen Maul so wie das Drachen machen. Der Lindwurm stößt seinen übelriechenden Atem aus, mit dem er die Pest bringt. Er bläst sie in jeden Winkel der Stadt. Viele Menschen werden krank und sterben sogar an der Pest. Du musst genau schauen. Dann siehst du auch, dass ein mutiger Mann eine Kanone in Stellung bringt. Er hat keine Angst vor dem riesigen, pestspeienden Ungeheuer mit dem langen, wurmartigen Schwanz. Und zum Glück ist er nicht allein. So gelingt es den Münchnern den Lindwurm zu beseitigen und die Pest aus der Stadt zu vertreiben.
Auch nach der Beseitigung des Lindwurms bleiben viele Menschen lieber zuhause; sie trauen sich noch nicht wieder auf die Straßn hinaus, weil sie immer noch Angst vor dem Lindwurm und der Pest haben. Deswegen ist es gut, dass es noch andere mutige Männer gibt, nämlich die Schäffler! Das sind die Fassmacher von München. Sie stellen die hölzernen Fässer her, in denen Bier, Wein und Salz aufbewahrt werden. Du siehst, wie sie fröhlich sind und in den Straßen tanzen. Auch einen Clown haben sie dabei, der seine Späße mit den Menschen macht. Damit zeigen sie allen Münchnern, dass nicht nur der Lindwurm, sondern auch die Pest besiegt und die Straßen der Stadt wieder sicher sind.


Von Panthern, die nicht wie Raubkatzen aussehen.




Weißt du, wie ein Panther aussieht? Er sieht so aus, wie Bagheera im Dschungelbuch. Aber eigentlich gibt es ihn gar nicht. Ein Panther ist immer ein schwarzer Jaguar oder Leopard. Bei Bagheera handelt sich um einen schwarzen Leoparden. Früher gab es auch in München Panther. Diese sahen aber gar nicht wie Bagheera aus. Ich will dir erzählen wo es München einst Panther gab. Nämlich dort, wo wir gerade waren, als wir über die Geschichte des Lindwurms gehört haben.


An der Stelle des Neuen Rathauses in München standen früher viele Bürgerhäuser. Eines davon gehörte der Familie Schönecker. Es stand genau dort, wo heute der Lindwurm hängt. Wenn du an dieser Stelle stehst, siehst du auch, dass es sich um ein Hauseck handelt. Dieses nennt man auch das "Wurmeck". Als es noch keine Hausnummern gab, war so eine Bezeichnung wichtig für die Menschen, damit sie sich in der Stadt orientieren konnten. Zu Zeiten der Familie Schönecker hing am "Wurmeck" noch kein Lindwurm. Damals war es mit einem Panthier geschmückt. Diese Panthiere werden heute Panther genannt, sehen aber nicht wie Raubkatzen aus. Schau selbst! Du siehst einen blauen Panther, dessen Kopf aussieht wie ein Pferdekopf mit einer Löwenmähne, der Feuer speien kann wie ein Drache und Pranken hat, aus denen rote Adlerkrallen ragen. Dieser Panther oder Panthier ist also ein erfundenes Tier, das aus vielen anderen Tieren besteht! Und solche Viecher nennt man Fabelwesen.


Weißt du, wo du heute noch solchen Panthern in Bayern begegnen kannst. In München nicht, dafür in Ingolstadt: Der blaue Panther ist das Wappen der Stadt Ingolstadt. Und er ist auch das Wappen von Ober- und Niederbayern. Und das findest du im großen Bayerischen Staatswappen. Schau selbst nach:




Die Mischung macht's! Noch mehr Fabelwesen. Auf den Spuren des Wolpertingers.



Es gibt noch mehr Fabelwesen in Bayern zu entdecken. Eines davon ist der Wolpertinger. Der Wolpertinger ist das am wildesten aussehende Tier überhaupt. Wirf selbst einen Blick auf ihn: Aus seinem Kopf, der der Kopf eines Hasen ist, wachsen Hörner und meistens hat er Flügel wie ein Vogel und Füße wie eine Ente. Er versteckt sich in Bayerns höchsten Bergen, den Alpen. Um den Wolpertinger zu Gesicht zu bekommen, musst du nicht in die Berge fahren. Es gibt ihn auch in München. Willst du wissen, wo? Dann schau doch mal im Jagd- und Fischereimuseum vorbei. Dort verstecken sich mehrere. Vielleicht kannst du sie dort finden.




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