Seit wann gibt es schöne Münchnerinnen?

Aktualisiert: 25. Apr.

"Die Bürgerfrauen, so wie auch die Kellnerinnen auf den Gasthöfen, haben noch eine besondere bairische Nationaltracht. … Die Mütze ist klein, rund, und breit mit Gold besetzt. Die Brust ist in ein sehr breites und steifes Mieder geschnürt, … von oben bis unten silberne Ketten ge­zogen werden."


Das sind die Worte des Berliners Friedrich Nicolai, der 1781 Deutschland und die Schweiz bereiste und dabei auch in München Halt machte. Hier fielen ihm die schönen Münchnerinnen im Mie­dergewand auf.

Berühmt geworden ist dieses Miedergewand 50 Jahre später: König Ludwig I. kaufte es für Helene Sedlmayr und ließ sie darin für seine Schönheitengalerie malen. Helene Sedlmayrs Portrait wird bis heute als Inbegriff der schönen Münchnerin vermarktet. Es schmückt Postkarten, Taschenspiegel, Anhänger und andere Souvenirs. Recht viel mehr erfährt man meistens nicht. Wenig über sie oder die Zeit, in der sie lebte.




​Schönheitengalerien wurden schon früher von Herrschern in Auftrag gegeben. Auch in Bayern gibt es ältere Galerien, nicht alle wurden von Männern angelegt! Wissen Sie, was im Unterschied zu diesen das Besondere an der König Ludwigs I. ist?


Wenn wir uns mit Helene Sedlmayr beschäftigen, dann sind wir schon auf der richtigen Spur, um diese Frage zu beantworten. Lassen Sie uns deswegen einen Ausflug in die Zeit machen, in der Helene Sedlmayr lebte. Bayern war Königreich und das noch nicht lange.

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