Seit wann gibt es schöne Münchnerinnen?

Aktualisiert: 19. Nov.

"Die Bürgerfrauen, so wie auch die Kellnerinnen auf den Gasthöfen, haben noch eine besondere bairische Nationaltracht, welche nicht übel stehet. Die Mütze ist klein, rund, und breit mit Gold besetzt. Die Brust ist in ein sehr breites und steifes Mieder geschnürt, welches vorne offen und mit reichem Stoffe belegt ist, über welche Oeffnung denn von oben bis unten silberne Ketten ge­zogen werden. Um den Hals tragen Sie auch dreyfache silberne Ketten."

Das sind die Worte des Berliners Friedrich Nicolai, der 1781 Deutschland und die Schweiz bereiste und dabei auch in München Halt machte. Hier fielen ihm die schönen Münchnerinnen im Mie­dergewand auf.

Berühmt geworden ist dieses Miedergewand 50 Jahre später: König Ludwig I. kaufte es für Helene Sedlmayr und ließ sie darin für seine Schönheitengalerie malen. Helene Sedlmayrs Portrait wird bis heute als Inbegriff der schönen Münchnerin vermarktet. Es schmückt Postkarten, Taschenspiegel, Anhänger und andere Souvenirs. Recht viel mehr erfährt man meistens nicht. Wenig über sie oder die Zeit, in der sie lebte.




​Schönheitengalerien wurden schon früher von Herrschern in Auftrag gegeben. Auch in Bayern gibt es ältere Galerien, nicht alle wurden von Männern angelegt! Wissen Sie, was im Unterschied zu diesen das Besondere an der König Ludwigs I. ist?


Wir beginnen unseren Rundgang in der Zeit, als Helene Sedlmayr lebte. Bayern war Königreich und das noch nicht lange...

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