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Städte leben vom Zuzug!

Aktualisiert: 19. Nov. 2022



Stadtgeschichte ist Migrationsgeschichte!

"Umwälzungen ungeahnter Art treten ein und ein Rückblick auf wenige Dezennien zeigt uns, in diese zusammengedrängt, größere Veränderungen, als früher das Resultat von Jahrhunderten gewesen ist."

Das sind die Worte Wilhelm von Borschts, der 31 Jahre lang von 1888 bis 1919 Bürgermeister in München war. In seiner Amtszeit wurde das Neue Rathaus fertiggestellt. Was könnte er mit den "Veränderungen" gemeint haben?

Im 19. Jahrhundert wuchs München innerhalb von 100 Jahren rasant. Zählte man um 1800 noch überschaubare 40.000 Einwohner, sah es um 1900 schon anders aus: die Stadt näherte sich der Einwohnerzahl von einer halben Million. Die Stadtverwaltung platzte aus allen Nähten und so fiel die Entscheidung für den Bau eines neuen Rathauses.

Zuzug gab es immer, wenn auch nicht in dem Ausmaß, wie in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Einigen dieser Neu-Münchner gelang der soziale Aufstieg bis hinein in den Stadtrat. So erfahren wir vom Stadtschreiber, dass Angelo Sabbadini es im 18. Jahrhundert zum Ratsherrn brachte. Er hatte sich als Kolonialwarenhändler einst von Pavia aus auf den Weg nach München gemacht.

Wenn es ein Neues Rathaus gibt, dann muss es auch ein Altes Rathaus geben. Dieses befindet sich ebenfalls am Marienplatz. Wenn sie wissen wollen, wie es einst genutzt wurde und welche Gäste dort von den Ratsherren empfangen wurden, dann können Sie sich hier im Blog auch davon einen ersten Eindruck verschaffen.



Bildnachweis: Detail am Kapitell einer Säule im Neuen Rathaus in München

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