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München wird mobil!

Aktualisiert: 22. Dez. 2022

Mobil werden, selbst fahren, unterwegs sein! Dieses Versprechen wurde für viele Münchnerinnen und Münchner in den 1920er-Jahren wahr: Sie schwangen sich aufs Fahrrad, fuhren Motorrad und lenkten Autos:


München wird mobil! Bei Arbeit, Sport und Spiel:

  • Auto-Halle der Gebrüder Beissbarth an der Kohlstraße, 1912, Quelle: Stadtarchiv München

  • Radrennen auf der Rad- und Motorrennbahn in Milbertshofen, um 1910, Quelle: Valentin-Karlstadt-Musäum

  • Mein Großvater Michael Pregler auf einer Wanderer bei einem Ausflug an den Starnberger See


Als Stadtführerin möchte ich Orte mit Geschichte verbinden. Wo erfahren wir was über das Mobilwerden der Münchner in den Zwanziger Jahren? Lassen Sie uns heute zu einem Stadtrundgang aufbrechen, um mehr über die mobilen Münchner von früher zu erfahren.


Sie können sogleich losfahren in die Zwanziger Jahre:

  • Die Orte, die wir bei unserer Stadtführung ansteuern, sind durch Boxenstopps gekennzeichnet.

  • An den Boxenstopps erfahren Sie mehr zur Geschichte des Fahrrad-, Motorrad- und Autofahrens in München.

  • Darüber hinaus bieten sie Ihnen die Gelegenheit, zu verschnaufen, Reifen zu flicken, Tanks zu befüllen, Reparaturen vorzunehmen und Blessuren zu verarzten. Glauben Sie mir, in den Anfangsjahren der modernen Mobilität ist immer jemand verunglückt, entweder die Maschine oder die Fahrer!


Unterwegs sein in den Zwanziger Jahren! Einst und Jetzt.

Boxenstopp 1

1925 schmückte die Zeitschrift "Jugend" einen weiß-blauen bayerischen Maibaum mit den Errungenschaften der modernen Technik: "Einst u. Jetzt", aus: Jugend, Münchner Illustrierte Wochenschrift für Kunst und Leben von 1925 (Heft 24)


Lassen Sie uns von den Zwanziger Jahren des 21. Jahrhunderts in die Zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts zurückblicken. Spätestens seit der Serie „Babylon Berlin“ hat jeder von uns ganz bestimmte Bilder zu den 1920er-Jahren im Kopf. Gelten die auch für München?


Zahlen, Daten, Fakten zuerst:

  • 2017 kamen auf 1,5 Millionen Münchner 800.000 Autos. Diese teilten sich die Straßen der Stadt mit xxxx Radlern und xxxx Motorradfahrern.

  • 1925 lebten 681.000 Menschen in München, auf die sich 3.301 Autos und 5.078 Zweiräder verteilten.


Wir wollen heutzutage weiterhin mobil sein, selbst fahren und unterwegs sein. Wie wir in Zukunft unterwegs sein sollten, das wird uns noch lange beschäftigen. Damit beschäftigten sich aber auch schon die Menschen vor Hundert Jahren:


  • "Wenn Nero das Automobil gekannt hätte!", aus: Jugend, Münchner Illustrierte Wochenschrift für Kunst und Leben von 1905 (Nr. 32), aus der Zeitschrift "Life"

  • "TEMPO. "Kaum hat man jetzt angekurbelt, ist man auch schon im Ausland! So klein haben Sie uns gemacht.", aus: Jugend, Münchner Illustrierte Wochenschrift für Kunst und Leben von 1923, Sonderheft "Das Rennen" (Nr. 9)

  • "Und Jagow sprach: 'Die Straße dient dem Verkehr! Ich warne Neugierige.'", aus: Jugend, Münchner Illustrierte Wochenschrift für Kunst und Leben von 1925 (Nr. 21)


Die begeisterten Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer schlossen sich in Vereinen zusammen und machten gemeinsam Ausflüge. Zu diesen Ausflüglern zählte auch meine Großmutter, die leidenschaftlich gerne Fahrrad fuhr.


  • "Ich fuhr mit jeglichem Vehikel Umher auf diesem Erdenkreis", aus: Jugend, Illustrierte Wochenschrift für Kunst und Leben von 1900 (Nr. 38)

  • "Und dennoch ist mir mein Bycicle Das liebste Fuhrwerk, das ich weiss [Ostini. Radfahrerliederbuch]", aus: Jugend, Illustrierte Wochenschrift für Kunst und Leben von 1900 (Nr. 38)

  • Titelblatt der Ausgabe Nr. 22, "Frau mit Fahrrad", aus: Jugend, Illustrierte Wochenschrift für Kunst und Leben von 1900 (Nr. 22)

  • "Warum die Damen radeln", aus: Jugend, Illustrierte Wochenschrift für Kunst und Leben von 1900 (Nr. 14)


Wir beschleunigen! München wird Radsport-Hauptstadt.

Boxenstopp 3


Im 19. Jahrhundert fanden neben den Ausflugsfahrten auch schon Radrennen statt. Das erste Radrennen auf dem Münchner Oktoberfest war übrigens ein Hochradrennen!


Hochradfahrer beim Start zu einer Wettfahrt auf der Münchner Theresienwiese, um 1900, aus: Balanceakte, 200 Jahre Radfahren, Deutsches Museum 2017


Abseits der Theresienwiese entstanden in München Radrennbahnen am Schyrenplatz und in Milbertshofen. Dort war Thaddy (Thaddäus) Robl der Lokalmatador und Star unter den Radrennfahrern. Er errang mehrere nationale und internationale Titel, wurde mehrfacher Welt- und Europameister mit dem Fahrrad. Bei der Suche nach neuen Herausforderungen entdeckte er das Fliegen und stieg aufs Flugzeug um. Mit diesem verunglückte er 1910 tödlich. Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Alten Südlichen Friedhof (Gräberfeld 41-10-8).


Mit dem Fahrrad in den Rausch der Geschwindigkeit! Das sah am Anfang des 20. Jahrhunderts auf der Radrennbahn Milbertshofen so aus:


Radrennen auf der Radrennbahn in Nymphenburg, um 1910, Quelle: Valentin-Karlstadt-Musäum


Veloziped-Fabrikation in München.

Boxenstopp 4


Bevor wir nun die Geschwindigkeit erhöhen und auf einem motorisierten Zweirad in die Zwanziger Jahre fahren, wollen wir noch kurz schauen, wo die ersten Fahrräder in München produziert wurden.


Ab den 1880er-Jahren stiegen zahlreiche bayerische Unternehmen in die Fahrradproduktion ein. Eine der ersten Fahrradfabriken Bayerns entstand in Neumarkt in der Oberpfalz und wurde von den Brüdern Goldschmidt, Carl Marschütz und Eduard Pirzer gegründet. Letzterer ging mit seinem Bruder Franz-Xaver nach München und gründete dort 1887 die "Monachiafahrradwerke Gebr. Pirzer".


In München engagierte sich auch der Nähmaschinenfabrikant Jean Strobel im Fahrradbau. Ab 1883 stellte er neben den Nähmaschinen auch Fahrräder her. Dies tat er so erfolgreich, dass er sein Unternehmen in "Münchner Velociped-Fabrik" umbenannte. Seine Nähmaschinen sind übrigens bis heute im Einsatz (Anzeige bei ebay vom 27. November 2022, Blindstichnähmaschine von Strobel, im Einsatz in einer Maßschneiderei bis Ende 2022). Wenn seine Fahrräder genauso gut waren, dann waren das Werke für die Ewigkeit!


Nürnberg wurde zu einer der führenden bayerischen Städte in der Fahrradproduktion, weil hier gleich mehrere namhafte "Velociped-Fabriken" entstanden: Victoria-Werke, Hercules-Werke, Triumph-Werke.


Münchens erste Motor Fahrrad-Fabrik: Hildebrand & Wolfmüller!

Boxenstopp 5


Wann entsteht nun der Name „Motorrad“? Dieser taucht das erste Mal überhaupt in einem Patent der Firma Hildebrand & Wolfmüller von 1894 auf. Sie waren die ersten, die in München Motorräder serienmäßig herstellten. Der Sitz ihrer Motorradfabrik befand sich in der Colosseumstraße 1.


Der Krieg ist vorbei! Das Motorrad als neues Geschäftsfeld.

Boxenstopp 6


"Sport-Neuheit. 'Bitte sehr, mein Herr, das Neueste, was wir haben: Braut-Attrappe für Motorräder – Kopf nach Wahl...'", aus: Simplicissimus vom 2. November 1921 (Heft 32)


Die Kriegsfolgen waren noch lange spürbar und prägten die ersten Jahre der Weimarer Republik. In München war Wohnraum knapp, es herrschte eine regelrechte Wohnungsnot.


Auch die während des Krieges entstandene Inflation setzte sich fort und führte zu einer weiteren Geldentwertung und stetigen Verteuerung von Lebensmitteln und anderen Gütern.


Der Versailler Vertrag von 1919, der die Friedensbedingungen zwischen dem Deutschen Reich und den Alliierten regelte, enthielt auch Bestimmungen zur Entmilitarisierung Deutschlands. Dies führte letztendlich dazu, dass die waffenproduzierenden Unternehmen für ihre Technologie neue Geschäftsfelder erschließen mussten. Die neue Kraftfahrzeug-Technologie bot die Möglichkeit, weiterhin Motoren zu produzieren und einzusetzen.


In München kommentierte die satirische Wochenzeitschrift „Simplicissimus“ das politische Tagesgeschehen. Moderne Mobilität wurde mit dem Zeitgeschehen verknüpft:


  • "Nach dem französischen Waffenverbot. Oberbayrischer Jäger auf der Rehpirsch.", Simplicissimus vom 26. Mai 1920 (Heft 9)

  • "Das Defizit der Eisenbahnen. Es wird beabsichtigt, die Eisenbahnen der Privatwirtschaft zu überlassen. Wir sind überzeugt, dass dadurch nicht nur die Finanznot behoben wird, sondern auch die Wohnungsnot.", Simplicissimus vom 21. Oktober 1921 (Heft 31)

  • "Okkultismus und Geschäft. Endlich ist es gelungen, ein Automobil zu erfinden, das ohne Motor, nur durch die Kraft des Gebetes bewegt wird. [Die Buchstaben "DRP" auf der Motorhaube stehen für Deutsches Reichspatent]", Simplicissimus vom 26. April 1922 (Heft 4)

  • "Gegensätze. 'In Amerika hat jetzt jeder dritte Mann sein Auto im Stall.' – 'Und in Deutschland werden wir bald froh sein, wenn jeder zehnte Mann sein Stück Pferd im Topf hat.'", Simplicissimus vom 4. Oktober 1922 (Heft 27)

  • "Reparationen. Die Sachverständigen verlangen von Deutschland Höchstleistungen – hier sind sie. [Kfz-Kennzeichen 'III A' steht für Neckarkreis/Stuttgart]", Simplicissimus vom 26. Mai 1924 (Heft 9)


Gehen wir in die Lerchenauer Straße 76 in München, wo sich der Stammsitz der BMW AG befindet.


Dort saßen die Bayerischen Flugzeugwerke (BFW), die während des Ersten Weltkriegs aus den Gustav Otto Flugmaschinenwerken hervorgegangen waren, bevor sie 1922 in Bayerische Motoren Werke (BMW) umfirmierten. Auch sie mussten sich umstellen und produzierten anstelle von Flugzeugmotoren, Motoren für Zweiräder. 1923 stellten sie ihr erstes motorisiertes Zweirad vor, die R32. Dieses erste BMW-Motorrad wurde im Mai desselben Jahres bei der Fahrt „Durch Bayerns Berge“ erprobt und im September auf der Deutschen Automobilausstellung der Öffentlichkeit vorgestellt.


Die ersten Werbeanzeigen der Bayerischen Motorenwerke (BMW AG) für das neue Produkt "Tourenrad"/"Motorrad":


  • "BMW Tourenrad [Kfz-Kennzeichen 'II A' steht für den Stadtbezirk München]", Simplicissimus vom 24. März 1924 (Heft 52)

  • "Letzte Siege gegen stärkste internationale Konkurrenz", aus: Jugend, Illustrierte Wochenschrift für Kunst und Leben von 1925 (Nr. 30)

  • "B.M.W. das führende deutsche Motorrad", aus: Jugend, Illustrierte Wochenschrift für Kunst und Leben von 1925 (Nr. 44)

  • "B.M.W. das erfolgreichste und zuverlässigste deutsche Motorrad", aus: Jugend, Illustrierte Wochenschrift für Kunst und Leben von 1925 (Nr. 49)


Mehr als mobil! Die Wanderer-Werke.

Boxenstopp 7


"Wanderer Weltbekannte Qualitäts-Fabrikate", aus: Jugend, Illustrierte Wochenschrift für Kunst und Leben von 1925 (Nr. 33)


Krisensicher und erfolgreich durch Diversifizierung!


Zahlreiche Unternehmen boten alle technischen Neuerungen zum Selberfahren aus einer Hand an, wie die Wanderer-Werke. Diese waren als Fahrradfabrik von dem Münchner Erfinder Johann Baptist Winklhofer zusammen mit Richard Adolf Jaenicke 1885 in Schönau bei Chemnitz gegründet worden. In der ersten Hälfte der Zwanziger Jahre warben die Wanderer-Werke mit folgenden Produkten:


  • "Wanderer. 5/15 PS Dreisitzer, 6/18 PS Viersitzer. Sonstige Erzeugnisse: 'Wanderer' Fahr- und Motorräder, 'Wanderer' Fräsmaschinen und Fräser, 'Continental' Schreibmaschinen, 'Continental' Addier- und Subtrahiermaschinen", Münchner Jugend von 1922 (Nr. 2)

  • "Continental Die deutsche Meisterschafts-Schreibmaschine", aus: Jugend, Illustrierte Wochenschrift für Kunst und Leben von 1924 (Nr. 45)

  • "Wiederum die deutsche Meisterschaft im Schreibmaschinenschreiben auf unserer "Continental"-Schreibmaschine gewonnen!", aus: Jugend, Illustrierte Wochenschrift für Kunst und Leben von 1925 (Nr. 23)

  • "Wanderer. Der bewährteste Wagen seiner Klasse von internationalem Ruf", Simplicissimus vom 28. April 1924 (Heft 61)

  • "Wanderer. Das Fahrrad gediegenster Qualität", Simplicissimus vom 5. Mai 1924 (Heft 6)

  • "Wanderer. Das deutsche Qualitäts-Motorrad", Simplicissimus vom 19. Mai 1924 (Heft 8)


Genauso wie die Wanderer-Werke starteten auch die Victoria-Werke in Nürnberg als Fahrradfabrik. Die Veloziped-Fabrik Frankenburger & Ottenstein wurde 1886 von Max Frankenburger und Max Ottenstein gegründet. Noch im 19. Jahrhundert erfolgte die Umbenennung in Victoria-Werke. Namenspate war das erfolgreiche Fahrradmodell "Victoria".


Die Victoria-Werke gehören zu den Pionieren der Zweiradproduktion in Bayern. Zu Beginn der Zwanziger Jahre fertigten sie ihre Motorräder noch mit BMW-Motoren. Auf dieser Grundlage entwickelten die Victoria-Werke dann einen eigenen Motor. Die Victoria-Werke machten Werbung für folgende Produkte:


  • "Victoria. Motorräder. Victoria-Werke AG Nürnberg", Münchner Jugend von 1923 (Nr. 1)

  • "Victoria für Sie die geeignete Marke. Motor- & Fahrräder. Victoria-Werke AG Nürnberg", Münchner Jugend von 1923 (Nr. 4)

  • "Die feine Dame nimmt nur ein Victoria Rad. Es ist formenschön, geschmackvoll ausgestattet und unbedingt zuverlässig. Victoria-Werke AG Nürnberg", Münchner Jugend von 1923 (Nr. 5)


Schneller, immer schneller! Rennen fahren.

Boxenstopp 8

Die neue Kraftfahrzeug-Technologie begeisterte in den Zwanziger Jahren viele Menschen.


"Dinge, die unbedingt verboten sein sollten", Simplicissimus vom 5. Mai 1924 (Heft 6)


Automobil-Clubs organisierten Gesellschaftsfahrten und Wettrennen. Als meine Großmutter in den Zwanziger Jahren meinen Großvater kennen lernte, stiegen die beiden vom Fahrrad aufs Motorrad um.


Ab 1923 veranstaltete der Automobil-Club München Motorradrennen auf der Trabrennbahn in Daglfing. Bei so einer Veranstaltung lernte mein Großvater, Michael Pregler, Josef Möritz kennen. Möritz fuhr regelmäßig Motorradrennen. Mein Großvater begleitete ihn als Mechaniker. Wenn Not am Mann war, fuhr er auch im Beiwagen mit. So geschehen 1935 beim Seitenwagenrennen zum Großen Preis von Olten.


  • Mein Großvater Michael Pregler auf einer Wanderer bei einem Ausflug an den Starnberger See in den Dreißiger Jahren [Historisches Kfz-Kennzeichen "II A..." steht für den Stadtbezirk München]

  • Der Münchner Motorrad- und Autorennfahrer Josef Möritz bei einem Seitenwagenrennen in den 1930er-Jahren (rechts neben der Maschine: Michael Pregler)

  • Zinnteller für die Teilnahme beim Großen Preis von Olten, Seitenwagenrennen, 1935


Die Anzahl der Motorrad- und Autorennen stieg stetig in den Zwanziger Jahren. Diesem Trend widmete die Zeitschrift "Münchner Jugend" 1923 eine eigene Ausgabe mit dem Titel "Das Rennen":



Um die Mobilität der Zukunft zu testen, brauchte es eigene Strecken. Dies führte zum Bau von Rennstrecken, die unabhängig von den Landstraßen waren. Um einen Eindruck davon zu bekommen, wie die einheimischen Rennen in München und Bayern einzuordnen sind, werden sie zeitlich den ältesten und renommiertesten deutschen Rennen gegenübergestellt:

  • 1905 Erstes Kesselbergrennen für Motorrad und Automobil (Herkomer-Konkurrenz; älteste Tourenwagen-Rallye Deutschlands auf der Passhöhe zwischen Kochelsee und Walchensee in Bayern)

  • 1911 Erstes Rennen an der Solitude in Stuttgart

  • 1906-14 Radrennbahn in Milbertshofen, wo auch Autorennen stattfanden (1913 nach München eingemeindet)

  • 1920 Erstes Feldbergrennen für Motorrad und Automobil (Weimarer Republik (WR): Volksstaat Hessen, BRD: Hessen)

  • 1921 Rusel-Bergrennen für Motorrad und Automobil (von Deggendorf in den Bayerischen Wald; Bayern)

  • 1922 Klausenrennen in der Schweiz (einst schwerstes Bergrennen der Welt)

  • 1922 Erstes Motorradrennen auf der AVUS (Berlin)

  • 1923 Rennen auf dem Schleizer Dreieck (WR: Land Thüringen, BRD: Freistaat Thüringen)

  • 1923 Motorradrennen auf der Trabrennbahn in Daglfing (1930 nach München eingemeindet)

  • 1923 Hindelang-Oberjoch-Passrennen (Allgäuer Alpen, Oberjochpass: kurvenreichste Passstraße Deutschlands)

  • 1925 Rennen "Rund um die Solitude" in Stuttgart

  • 1925 Motorradrennen "Rund um Schotten" (Schottenring; WR: Volksstaat Hessen, BRD: Hessen)

  • 1925 Erstes Motorradrennen als "Großer Preis von Deutschland" auf der AVUS

  • 1927 Motorradrennen Badberg-Vierecksrennen (Sachsenring; WR/BRD: Freistaat Sachsen)

  • 1927 Erstes Motorradrennen auf dem Nürburgring (WR: Freistaat Preußen, BRD: Rheinland-Pfalz)

  • 1928 Wiederaufnahme der Kesselbergrennen

  • 1932 Erstes Motorradrennen auf dem Hockenheimring (WR: Republik Baden, BRD: Baden-Württemberg)


Die Hersteller von Reifen, Motoren, Motorrädern und Automobilen schalteten regelmäßig Werbeanzeigen für ihre Produkte. Sie warben mit den Renn-Erfolgen, die mit ihrer Technologie errungen wurden:


  • "Benz Sieger im Automobil-Turnier Baden-Baden 1922" vom 23. August 1922 (Heft 21)

  • "DKW wiederum Reichsfahrtsieger" vom 10. September 1923 (Heft 24)

  • "Klausenpass Rennen 1922. Der siegreiche Benz in einer Kurve" vom 11. Mai 1923 (Heft 32)

  • "B.M.W.-Räder siegen überlegen" vom 3. März 1924 (Heft 49)

  • "Continental Reifen" vom 14. Juni 1922 (Gewerbeschaubeilage)

  • "'Der war's!' Continental Cord-Block Kraftrad-Reifen" vom 19. Mai 1924 (Heft 8)


Mobil sein, selbst fahren, Auto fahren!

Boxenstopp 9


Neben dem Motorradfahren begeisterten sich die Menschen auch immer mehr fürs Autofahren. In München überwog das Motorrad bis in die 1930-Jahre hinein.