Kennen Sie den "schönen Kare"?

Nein? Dann wissen Sie vielleicht auch nicht, dass es bereits im 19. Jahrhundert eine Popkultur in München gegeben hat, deren wichtigste Vertreter die Volkssänger*innen waren.





Dieses Wissen dar­über ist überraschend aktuell, denn genau diese Kultur wird seit einigen Jahren dies­seits und jenseits der Alpen wieder entdeckt und ist längst in der Freizeitkultur der Stadt angekommen.


Auf unserem Stadtspaziergang kehren wir in musikantenfreundliche Wirtshäuser ein und begeben uns auf eine volksmusikalische Vergnügungsreise durch die Gaststätten Münchens, immer auf der Suche nach Speis & Trank und guter Unterhaltung!


Mit dem Couplet vom "schönen Kare" können Sie sich schon einmal einstimmen, bis wir uns sehen:


"I bin von rechts der Isar her, in Giesing bin i z'Haus,

im schönsten Teil der Münchner Stadt, da steht mein Vaterhaus.

Mei Vater war a Maschkera, mei Muata geht in d'Wasch,

mei Bruada der fahrt Ziagelstoa, mei Schwester Equipasch.

mei Onk'l sitzt in Stadelheim, in Wasserburg mei Tant,

mei Vetta, der is hig'richt worn, wie allgemein bekannt.

A feine Blas'n samma scho Kreuzdeixl sakradi

doch's größte Frücht'l meiner Seel von alle, das bin i.

I bin der schöne Kare, i bin beim Heil und Litte,

beim Soller drunt im Tal, da is mei Stammlokal,

I mag a zerme Musi, an Schmai, a Bier, a G'spusi,

gibt's Schmirgl bin i mitt'n drin', weil i da Kare bin."

(zitiert nach: Münchner Blut 37, August Junker: Der schöne Kare)


Wenn Sie nicht alles verstanden haben – Ich werde es Ihnen gerne erklären!





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