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Heilige und Scheinheilige!

Was?

Stadtführung mit
Kirchenführung

Wann? / Wo?

Termine nach Absprache

Sprache

Deutsch/Bairisch

Dauer / Preise

2 Stunden
14 €/12 € (Erw./erm.
)
7 € (Kinder)
220 € (Gruppe)

Heilige und Scheinheilige!

Unterwegs zu Heiligen in München

Wir schreiben das Jahr 1392, es ist März und das Münchner Gnadenjahr hat soeben begonnen. Die Stadt erlebt einen wahren Ansturm von Pilger*innen. In manchen Wochen kommen bis zu 60.000 Menschen in die Stadt! Das muss überwältigend gewesen sein, denn München hatte zu diesem Zeitpunkt ca. 12.000 Einwohner*innen.

 

Was brachte die Menschen in solchen Scharen nach München?

 

Es war die Aussicht auf einen Ablass. Damals lebten die Menschen in der Angst, dass sie nach ihrem Tod für ihre Sünden bestraft würden. Durch den Ablass konnten Menschen ihre Last vor Gott mindern. 1392 stellten 50 Priester in vier Münchner Kirchen Ablassbriefe aus. Der Augsburger Burkhard Zink, urteilte darüber mit den Worten „Es war alles nu um das geld ze thun, ... dan iederman wolt gen hymmel“!

 

„gen hymmel“ kamen die Menschen in dieser Zeit auch durch die gotischen Kirchenbauten, die hoch in den Himmel ragten. Auch in München entstanden solche Kirchenbauten. Der bedeutendste davon ist die Frauenkirche mit ihren himmelstrebenden Türmen, die von welschen Hauben bekrönt sind. Hier wurde der Benno-Altar eingerichtet, der den ersten Wallfahrtsort Münchens begründete. 

Auf unserer Tour schauen wir uns an, wie München früher aussah, wo die wichtigsten Kirchen und bedeutendsten Klöster standen. Welche Reliquien nach München kamen und wieviele Stadtpatrone es gibt. Darüber hinaus beschäftigen wir uns mit einigen der frommen Stiftungen. Und: Zeitlich bewegen wir uns mit dieser Tour auf Martin Luther und Ignatius von Loyola sowie Reformation und katholische Reform zu. Es gibt viel zu entdecken!

 

Und vielleicht finden wir neben den Heiligen auch die Scheinheiligen, deren Verkörperung in Bayern zur Lebenskunst dazugehört. 

Ich freue mich auf Sie!

Für Gscheidhaferl!

Wussten Sie, dass schon vor Einrichtung der Benno-Wallfahrt an der Frauenkirche, versucht wurde, München zu einem Wallfahrtsort zu machen? Das Gnadenjahr von 1392 wurde München deswegen gewährt, weil sich zu diesem Zeitpunkt ein großer Reliquienschatz in München befand: die Andechser Heiltümer! Heute befinden sie sich auf dem heiligen Berg Bayerns. 

Kirchliche Feste spielten über Jahrhunderte hinweg eine bestimmende Rolle im Leben der Menschen: im Privatleben genauso wie bei der Arbeit. Heute gibt es nur noch ein kirchliches Großereignis, das öffentlich gefeiert wird. Es ist die Fronleichnamsprozession! ​

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