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"So a Viecherei!
Im Münchner Rathaus!"

Was?

Rathausführung und Winken vom Rathausbalkon

Wann? / Wo?

Pforte Neues Rathaus

Sprache

Deutsch/Bairisch

Dauer / Preise

2 Stunden
20 € (Familien)
14 €/12 € (Erw./erm.)
220 € (Gruppe)

"So a Viecherei!
Im Münchner Rathaus!"

Drachen und andere Viecher im Neuen Rathaus

Warst du schon mal im Neuen Rathaus in München? Nein? Dann übernehme ich jetzt die Aufgabe, dir etwas über das Neue Rathaus zu erzählen. 

In München gibt es zwei Rathäuser, beide stehen auf dem Marienplatz. Bis zum Jahr 1800 war München von einer Stadtmauer umgeben und hatte 40.000 Einwohner. Danach wurde alles anders. Sehr viele Menschen kamen mit der neuen Eisenbahn nach München und viele davon blieben hier. Das führte dazu, dass es im Jahr 1900 eine halbe Million Münchner gab. Das sind ausgeschrieben in Zahlen: 500.000 Menschen. Zu dieser Zeit wurde das Neue Rathaus in München fertiggebaut. Es ist ein riesiges Haus, das du dir einmal von innen anschauen musst. Es gibt viel zu entdecken! Es ist auch ein wichtiges Haus, denn der Bürgermeister hat dort sein Büro. 

Warum gibt es im Neuen Rathaus so viel zu entdecken?

Um diese Frage beantworten zu können, kannst du dir das Haus ja schon einmal von außen anschauen. Siehst du den Drachen (Bild)? Du musst nach oben schauen und an den Ecken suchen, dort hängt er und verbreitet Angst und Schrecken. Wenn du ihn entdeckt hast, dann siehst du auch, dass es noch viel mehr zu entdecken gibt. Es gibt viel zu sehen! Augen auf!

Hast du Lust bekommen, das Neue Rathaus zu besuchen? Du kannst bei deinem Besuch nachschauen, ob es in den Räumen, den Fluren, an den Wänden und auf den Glasfenstern wilde Tiere oder andere Viecher zu entdecken gibt. Eines ist sicher: Dort werden wir viel Neues sehen, denn wir besuchen auch die Räume, in denen sich der Bürgermeister mit den Stadtministern trifft. Damit du einmal siehst, wo wichtige Entscheidungen getroffen werden, wenn es etwas für München zu beschließen gilt. 

Ich freue mich auf dich! Wir durchstreifen die weitläufigen Gänge des Neuen Rathauses, steigen breite Treppenhäuser hinauf und hinunter, öffnen Türen und blicken dahinter. Die Geschichten dazu habe ich dabei. 

Bis bald!

Für Gscheidhaferl!

"So a Viecherei!" wird im Bairischen mit einer Verstärkung ausgerufen: "A so a Viecherei!". Vielleicht hast du das schon einmal gehört? Es ist nämlich so, dass Viechereien nicht unbedingt etwas mit Tieren zu tun haben müssen! Viechereien vereinigen Lustiges und Trauriges in sich, sie verbinden derbe Späße und große Strapazen miteinander.

 

Von einer "außerordentlichen Viecherei" sprach der Schriftsteller Hermann Hesse als er 1924 einen Auftritt des Komikers Karl Valentin in München erlebte. Er sah ihn in dem Stück "Die Raubritter vor München" und meinte, dass es "ein wunderbares Stück ... auch zum Schluchzen traurig" sei.  

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