Image by Bohdan Stocek

Holledauer Hopfen-Tour

Was?

Tagestour

Wann? / Wo?

Termine nach Absprache

Sprache

Deutsch/Bairisch

Dauer / Preis

Tagestour
460 € (Gruppe)

Holledauer Hopfen-Tour!

Unterwegs zum "grünen Gold" Bayerns

"Plagn hast di miaßn von friah bis spät, wenn andre schuifrei ghabt habn!"

 

So erinnert sich mein Vater an die Zeit der Hopfenernte in den 1950er-Jahren. Er ist gebürtiger Scheyrer und musste in seinen Schulferien bei der Hopfenernte helfen. Alle "habn zsammghoifa", das war selbstverständlich! Sonst wäre es nicht möglich gewesen, innerhalb weniger Wochen die Ernte einzubringen. 

Mein Vater gehörte zur letzten Generation von Holledauern, die eine Hopfenernte ohne Unterstützung von Maschinen erlebt haben. Das ist kein Grund für einen romantischen Rückblick. Aber es ist ein Grund, sich einmal anzuschauen, wie die Hopfenbauern heute auf ihren Höfen organisiert sind. Schließlich pflanzen sie mit dem Hopfen das "grüne Gold" Bayerns an. Ohne Hopfen, kein Bier! So steht es im Reinheitsgebot.

 

Lassen Sie uns auf unserer Tour einmal nicht die obligatorische Brauereibesichtigung machen. Wir wollen nicht in die Sudkessel der Bierbrauer, sondern in die Landschaft schauen. Dorthin, wo einer der wichtigsten Rohstoffe für die Bierproduktion wächst: in die Hallertau, die auf bairisch "Holledau" heißt.

Es lässt sich ein Tagesausflug in eine der schönsten Landschaften Bayerns machen, die zur Erntezeit auch noch einen ganz eigenen Geruch verströmt. Eine Einkehr in einen Gasthof der Gegend ist dabei.

 

Ich freue mich auf Sie!

Für Gscheidhaferl!

Es gibt in der Holledau viel zu entdecken!

Im Frühjahr muss auf den Feldern zuerst "o'draht" werden, damit der Hopfen an die sieben Meter in die Höhe wachsen kann. Hat er diese Höhe erreicht, und ist der Herbst ins Land gezogen, kann geerntet werden. Darüber hinaus gibt es in der Holledau viele reizvolle Märkte, Städte und Klöster, die eine reiche Kultur präsentieren. Lassen Sie sich überraschen von den Geschichten, die es hier zu erzählen gibt, und welche Zusammenhänge wir finden können.

Wussten Sie, dass der Hopfen nach dem bayerischen Reinheitsgebot sogar der einzige ausdrücklich erwünschte Bestandteil des Biers, der zugefügt werden soll: "Ganz besonders wollen wir, dass forthin allenthalben in unseren Städten und Märkten und auf dem Lande zu keinem Bier mehr Stücke als allein Gerste, Hopfen und Wasser verwendet und gebraucht werden sollen." So ließen es die bayerischen Herzöge Wilhelm IV. und Ludwig X. im Jahr 1516 verkünden.

Was ist Hopfen für eine Pflanze? Es ist genauso eine Hanfpflanze, wie Cannabis, was schließlich das lateinische Wort für Hanf ist. Und auch beim Hopfen können nur die weiblichen Pflanzen gebraucht werden! Von ihnen stammt die für den Brauprozess so wichtige Hopfenbittersäure. Reiben Sie doch einmal Hopfendolden zwischen Ihren Händen. Dann wissen Sie, was ich meine.

Neben den Dolden sind übrigens auch noch andere Bestandteile des Hopfens essbar. Haben Sie schon einmal Hopfenspargel gekostet?

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