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Hopfen und Historie in der Holledau!

Was?

Tagestour

Wann? / Wo?

Termine nach Absprache

Sprache

Deutsch/Bairisch

Dauer / Preis

Tagestour
360 € (Gruppe)

Hopfen und Historie in der Holledau!

Unterwegs zum "grünen Gold" Bayerns

Tagesfahrten: Juli bis September

Unser Tagesausflug führt in eine der schönsten Landschaften Bayerns: in die Hallertau, die auf bairisch "Holledau" heißt. Hier wird seit über tausend Jahren Hopfen angebaut. Heute ist die Holledau das größte Hopfenanbaugebiet der Welt. Sogar der weltgrößte Brauereikonzern hat hier einen eigenen Hopfengarten, die "Busch-Farm".

 

Diese Entwicklung wäre ohne den technischen Fortschritt des 19. Jahrhunderts nicht möglich gewesen. Dieser setzte sich zum Vorteil der Menschen allerdings erst in den 1950er-Jahren durch: "Plagn hast di miaßn von friah bis spät!" So erinnert sich mein Vater an die Zeit, die er als Kind in den Hopfengärten verbrachte. Er ist gebürtiger Scheyrer. Wenn Erntezeit war, musste er in jeder freien Minute beim "Hopfazupfa" helfen. 

 

Mein Vater gehört zur letzten Generation von Holledauern, die eine Hopfenernte ohne Unterstützung von Maschinen erlebt haben. Das ist kein Grund für einen romantischen Rückblick. Aber es ist ein Grund, sich einmal anzuschauen, wie die Hopfenbauern heute auf ihren Höfen organisiert sind. Schließlich pflanzen sie mit dem Hopfen das "grüne Gold" Bayerns an. Ohne Hopfen, kein Bier! So steht es im Reinheitsgebot.

 

Darüber hinaus erzählen die reizvollen Märkte, Städte und Klöster von ihrer reichen, jahrhundertealten Kultur. Wir wollen beides zusammenbringen, die modernen Zeiten und die alte Kultur! Das geht am besten, wenn wir uns die Informationen von den Fachleuten vor Ort holen: auf einem familiengeführten Hopfenbauernhof erfahren wir alles über den Rohstoff Hopfen in seinen Jahreszeiten von Frühjahr bis Herbst. Dem Hopfen folgen wir auch bis in ein Benediktinerkloster, das für die Geschichte Bayerns von großer Bedeutung war. Dort erfahren wir von den Fratres alles darüber, wie er ins Bier kommt und warum das so wichtig ist! 

Gerne berate ich Sie in Bezug auf Ihren Ausflug. Ich freue mich auf Sie!

Derf's a bissel mehra sei?
  • Im Frühjahr muss auf den Feldern zuerst "o'draht" werden, damit der Hopfen an die sieben Meter in die Höhe wachsen kann. Hat er diese Höhe erreicht, ist der Herbst ins Land gezogen und kann geerntet werden. 

  • Nach dem bayerischen Reinheitsgebot ist der Hopfen sogar der einzige ausdrücklich erwünschte Bestandteil des Biers, der zugefügt werden soll: "Ganz besonders wollen wir, dass forthin allenthalben in unseren Städten und Märkten und auf dem Lande zu keinem Bier mehr Stücke als allein Gerste, Hopfen und Wasser verwendet und gebraucht werden sollen." So ließen es die bayerischen Herzöge Wilhelm IV. und Ludwig X. im Jahr 1516 verkünden.

  • Wussten Sie, dass Hopfen und Haschisch etwas gemeinsam haben? Sie gehören beide zur Familie der Hanfpflanzen. In beiden Fällen werden nur die weiblichen Pflanzen angebaut! Von ihnen stammt im Fall des Hopfens die für den Brauprozess so wichtige Hopfenbittersäure. Reiben Sie doch einmal Hopfendolden zwischen Ihren Händen. Dann wissen Sie, was ich meine.

  • Neben den Dolden sind übrigens auch noch andere Bestandteile des Hopfens essbar. Wissen Sie welche?

  • Wussten Sie, dass früher auch in München Hopfen angebaut wurde? Im Stadtplan von Tobias Volckmer von 1613 ist hinter dem Sendlinger Tor in der Nähe der Kreuzkirche ein Hopfengarten eingezeichnet.

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